In der Welt des internationalen Handels ist nicht alles so einfach, wie es scheint. Während die meisten Exporte alltägliche Konsumgüter umfassen, erfordert eine bestimmte Kategorie, die als "Dual-Use-Güter" bekannt ist, eine viel strengere Überwachung.
Dual-Use-Güter sind Waren, Software und Technologien, die in erster Linie für kommerzielle oder zivile Zwecke konzipiert sind, aber das Potenzial haben, bei der Entwicklung oder Herstellung von militärischer Ausrüstung oder Massenvernichtungswaffen (WMD) eingesetzt zu werden.
Häufige Beispiele sind:
Regierungen regulieren diese Güter, um sicherzustellen, dass inländische Technologien und Ressourcen nicht unbeabsichtigt zu globaler Instabilität, Terrorismus oder der Verbreitung von Nuklear-, Chemie- oder Biowaffen beitragen. Durch die Kontrolle dieser Exporte erfüllen die Länder ihre internationalen Verpflichtungen und schützen die nationale Sicherheit.
Für Unternehmen ist die Einhaltung dieser Vorschriften von entscheidender Bedeutung. Nichteinhaltung kann zu hohen Geldstrafen, "Schwarzen Listen" oder sogar Strafanzeigen führen.
Da sich die Technologie weiterentwickelt – insbesondere in Bereichen wie KI, Quantencomputing und Biotechnologie – wird die Definition von "Dual-Use" immer weiter gefasst. Auf dem Laufenden zu bleiben bedeutet nicht nur, sich an das Gesetz zu halten, sondern auch sicherzustellen, dass Innovation dem Fortschritt der Menschheit und nicht ihrer Zerstörung dient.